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flowerpower
Posted: 01.06.2007, 01:24 Reply with quote
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Kad Bi' Bio Bijelo Dugme

Erfahrungsbericht von a_camus über Alles mit Y...
12. Juli 2005

Pro: Die Musik
Kontra: Kennt kaum einer !

Empfehlenswert? ja

Kompletter Erfahrungsbericht
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Prolog
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Jetzt habe ich mir ja mit meinem letzten Bericht was Schönes angerührt. Hätte nicht gedacht, dass ihn überhaupt jemand
liest. Aber da Ihr ja alle so unfair und gemein seid, muss ich nun noch zum Massenposter werden, und einen Bericht über
Bijelo Dugme verfassen. OK. La_Livia war auch so frech mir zu sagen, dass ich mal einen Bericht darüber schreiben soll,
denn es gäbe so wenig Kultur zwischen den ganzen Schönheitsmittelchen und Joghurts. Hmm. La_Livia. Das schreibt sich so leicht. Bijelo Dugme ist als Produktvorschlag abgelehnt worden und ich weiß auch gar nicht so recht, wo ich diesen Bericht einordnen soll. Unter "Alles mit M", wie Musik? Unter "Alles mit B"? Also werde ich "Alles mit B" auswählen und hier meinen Bericht reinklemmen. Immerhin klemmt da ja auch der andere. (o:
<einschub>
So. Und gerade merke ich, dass man nur einen Bericht bei "Alles mit B" schreiben kann. Prima! Unter M geht es auch nicht, da ist schon der Fluch der Technik (Inspriert mich gerade zu "Alles mit C" Der Fluch des Ciao) drinne. *grübel* Ha! Jetzt weiß ich es! Heureka! Unter "Alles mit Y"! Y, wie Yugoslavien! Strike!
</einschub>
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich mit diesem Bericht nicht auf Bewertungen aus bin und wahrscheinlich den Ciao-Drahtseilakt "Thema verfehlt" aufführe und von fröhlichen "Thema verfehlt"-Bewertern in Grund und Boden, oder besser gesagt "Back to Blue" bewertet werde, aber dem sei nun so. Denn ich will auch darüber berichten, wie ein oller Deutscher zu einem Fan einer ollen Yugo-Band wurde. und das ist eine ausschweifende Geschichte! Und ganz förchterlöch ist, dass meine eigene Erfahrung auch noch zu korz kommt!
Wenn jetzt jemand schreit, dass ja vieles von einer Webseite geklaut ist, so darf der Schrei im Walde verhallen, denn ich bin der Meister von www.bijelo-dugme.de. (o:

Möge der Monolog beginnen!


stranger in my own country
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Es geschah im Sommer des Jahres 1993, als ich in eine für noch unbekannte Kultur eintauchte. Auf der Geburtstagsfeier einer Exfreundin (höhöhö) lernte ich eine junge Dame kennen. Wie sich bald herausstellte, war sie nicht nur Bosnierin, sondern auch noch Muslim. Zum Glück waren ihre Eltern noch geschockter über die Tatsache, dass sie nun einen deutschen Freund hatte, als ich über die Tatsache, dass ich vom Islam nur die übelsten Vorurteile kannte. Nach der ersten Phase der heimlichen Treffen und des Verleugnens jeglicher Beziehung gegenüber ihren Eltern, normalisierte sich alles und ich durfte auch bei ihnen zu Hause auftauchen. Zu meiner großen Erleichterung musste ich davor weder beschnitten werden, noch musste ich Ziegen beim Schächten festhalten. Das einzige, was ich wirklich musste, war ständig fragen, um was es denn ginge, denn kaum jemand nahm Rücksicht auf mich in Sachen Sprache. Auch in Sachen Musik wurde ich gequält. da wurden dann ständig alte Kassetten von Gruppen mit seltsamen Namen wie Azra, Bijelo Dugme, Riblija Corba usw. gehört.
Da ich ein fürchterlich neugieriger Mensch bin, wollte ich bald mehr hören von den Gruppen. Besonders eine Gruppe, der aufmerksame Leser ahnt es schon, nämlich Bijelo Dugme, hatte es mir angetan.
<einschub>
Jetzt muss ich erwähnen, dass wir hier von der Zeit sprechen, in der der schlimmste Krieg Europas seit 1945 tobte. Und wieder sei kurz inne gehalten für jene, die diesem Wahnsinn zum Opfer fielen, während sich Deutschland nicht im Ansatz bewusst war, dass da nur ein paar Alpen zwischen Frieden und Krieg waren.
Jeder, der Verwandte in Yugoslavien hatte, wird die Situation kennen, wenn man stundenlang abwechselnd ein und die selbe endlose Nummer wählt, um ein Lebenszeichen zu erhalten. Meistens vergeblich.
Und natürlich konnte man zu der Zeit nicht einfach in einen Laden gehen, um die neusten Yugo-CDs zu kaufen. Dass gab es erst später wieder. Zwischen 1993 und 1995 war das, was man hatte, alte, schon xfach kopierte Kassetten, so ziemlich das Einzige.
</einschub>
Und auf Yugo-Partys und Hochzeiten wurde gefeiert! Alter Schwede! Sicherlich war auch ein wenig die Verzweiflung über das, was da in ihrer Heimat passierte zu spüren, aber Tanzen, Singen und, entschuldigt das Wort, Saufen war angesagt. Zwischen Rock und Pop immer wieder auch Volksmusik, zu der dann ein klassischer Volkstanz (an der Hand fassen und im Kreis tanzen) zelebriert wurde. Bijelo Dugme bedient übrigens alle Musikrichtungen! Dazu aber später mehr.
Langsam wurde ich in der Gruppe aufgenommen und freute mich auf die Treffen. Zu meinen deutschen Freunden hatte ich immer weniger Kontakt, denn einiges führte doch zu kulturellen Missverständnissen. Egal. Ich wollte die Zeit genießen und bekam bald den Titel Blauhelm, weil ich als einziger Deutscher in der Gruppe rumhüpfte. Und die Tatsache, dass ich auch nach 20 Jahren in Nürnberg noch den Spruch "Sie sind aber nicht von hier!", weil ich halt kein Nääänbärcherisch sprach, hörte, verstärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl mit den "Ausländern". Und ich mag einfach diese unverblümte, manchmal sehr emotionale Art der Yugoslaven.
Es wurde aber nicht nur gefeiert. Auch die Momente der Trauer und des Schreckens waren immer wieder da. Todesnachrichten aus dem Kriegsgebiet. Nachrichten über Konzentrationslager usw. So langsam machte sich dann auch in unserem bunt zusammengewürfelten Freundeskreis die Erkenntnis bemerkbar, dass eben nicht mehr alle Yugoslaven waren, sondern Bosnier, Serben und Kroaten.
Irgendwann wurde meine Freundin, Dank eines Gehirnwäschestudiums, dass sich BWL nennt, Deutscher als Deutsch. Und so kam es, wie es kommen musste: Sie war weg und mir blieb die Musik. Und die Liebe zu Bijelo Dugme hält bis zum heutigen Tage an. Warum? Lest selbst:

Bijelo Dugme oder auf Deutsch: Weißer Knopf
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Eigentlich müsste ich jetzt der Einfachheit halber sagen, lest meine Webseite! Aber da ich selber immer auf die Leute schimpfe, die in Ihren Berichten "Lest selber da und da nach." schreiben, hier die für diesen Bericht überarbeitete

Biographie
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01.01.74 Gründung von Bijelo Dugme. Gründungsmitglieder sind Goran Bregovic (Gittarre), Zeljko Bebek (Sänger), Goran Ipe
Ivandic (Schlagzeug), Vlado Pravdic (Keyboards) und Zeljko Zoran Redzic (Bass).
Am 10.05.74 ist ihr erster größerer Auftritt beim BOOM-Festival in Ljubljana. Davor traten sie mehr in kleinen Städten wie Zenica auf. Im Herbst 74 erscheint das erste Album "Kad Bi' Bio Bijelo Dugme" (Wäre ich ein weißer Knopf) und schon im Herbst 75 das zweite Album "Sta bi dao da si na mom mjestu" (Was würdest du dafür geben, an meiner Stelle zu sein) erscheint. Es verkauft sich innerhalb von 3 Monaten über 200.000 mal!
Im Herbst 76 werden Ipe Ivandic und Vlado Pravdic zur JNA (Jugoslawische National-Armee) einberufen. Für sie werden Milic Vukasinovic (Drums) und Lazo Ristovski (Keys) engagiert. Und schon im Frühjahr musste Zoran Redzic zur JNA und wurde durch Ljubisa Racic (Bass) ersetzt.
Trotz der reduzierten Originalbesetzung beginnen die Vorbereitungen für das dritte Album, dass am 20.12.76 mit dem Titel "Eto bas Hocu" (Seht her, ich will es) erscheint.
Im April 77 kehren Zoran Redzic und Vlado Pravdic zurück zur Band, nachdem diese eine Tour durch Polen mit 9 Auftritten absolviert hatten. Aber die JNA war gnadenlos. Am 28.08.77, nach mehreren mehr oder weniger erfolgreichen Konzerten quer durch Yugoslavien, sollte zur Verabschiedung von Bregovic, der nun zur JNA musste, ein Abschiedskonzert in der Belgrader
"Hajducka cesma" abgehalten werden. Der Clou: Der Eintritt war frei. Das hatte zur Folge, dass zwischen 70.000 und 100.000 Menschen kamen, was die Erwartungen der Veranstalter weit übertraf. Eigentlich war ja geplant, das Konzert in der "Hajducka cesma" als Live-Album zu veröffentlichen, aber die Aufnahmen waren unbrauchbar. So fand noch ein Konzert in der Sarajevoer "Duro Dakovic"-Halle statt. So konnte Ende 77 das Album "Koncert kod Hajducka cesme" (Konzert an der Hajducka cesma) erscheinen. Obwohl die meisten Aufnahmen aus Sarajevo stammten, wurde der Titel damit gerechtfertigt, weil die Reaktionen (Applaus, Jubel) des Belgrader Publikums verwendet wurden. Trotz dieser "Notlüge" wird von vielen dieses Album als Höhepunkt von Bijelo Dugme bezeichnet.
1978 gibt es eine Pause für Bijelo Dugme. Während Bregovic in der Armee ist, wandeln die anderen Mitglieder auf Solo-Pfaden. Bebek veröffentlicht im Juni sein Album "Skoro da smo isti" (Fast als wären wir gleich). Ivandic und Ristovski verabschieden sich von Bijelo Dugme, nachdem sie im September Ihr Album "Stizemo" (Wir kommen) auf den Markt brachten. Und am 10.09. wurde Ipe dann wegen besitzes von Haschisch verhaftet.
Im Herbst trifft sich die Band in Nis. Neu im Bunde ist Didi Jankelic (Drums). Wieder da ist auch Vlado Pravdic. Doch die Vorbereitungen für das neue Album werden unterbrochen, denn Goran wird erst am 01.11. aus der NJA entlassen und bekommt bis dahin Ausgangssperre. Aber im Januar 1979 können endlich im Studio V von Radio Belgrad die Arbeiten für das neue Album beginnen. Doch die Veröffentlichung verzögert sich, weil die Zensur (immerhin ist Yugoslavien unter Tito eine Art Diktatur) gnadenlos zuschlägt. Das Cover und einige Verse müssen geändert werden.
Aber im März 1979 erscheint das vierte Album "Bitanga i Princeza" (Strolch und Prinzessin). Kritiker meinen, dass es das bisher reifste Album von Bijelo Dugme war. Das Album brach alle bisherigen Rekorde und auch die folgende Tour übertraf alle bisherigen. In dieser Zeit fing Goran Bregovic an, die Musik für den Film "Licne stvari" (Persönliche Sachen) von Aleksandar Mandic zu schreiben, was wohl der Beginn seines Weltruhmes ist. Später schreibt er ja die Filmmusiken zu "Underground", "Time of the Gypsies", "Arizona Dream" usw.
Nach ausführlichen Ferien, Goran weilte in Paris, traf man sich 1980 wieder, um am fünften Album zu arbeiten. "Dozivjeti stotu" (Die Hundert erleben), von der Neuen Welle beeinflußt und von Bregovic produziert, erscheint Ende 1980.
1981 es beginnt eine ausführliche Tournee durch Yugoslavien. Start war am 25.02. in Sarajevo und Ende am 05.04. im Zagreber Club "Kulusic". Hier entstand auch das zweite Live-Album "5. April 1981", dass in einer limitierten Auflage von 20.000 Stück erschien.
Anfang 1982 spielten sie in Insbruck und von Juli bis August hielten sie 41 Konzerte in Bulgarien ab. Während der Tour bediente Garabet Tavitjan die Drums, denn Didi Jankelic wurde zur JNA einberufen. Ende des Jahres kam dann nach seiner Haftentlassung Ipe Ivandic wieder zurück.
1983 Im Februar erscheint das sechste Album "Uspavanka za Radmilu M." (Schlaflied für Radmila M.). Radmila gibt es übrigens wirklich. Sie war eine Freundin von Goran und lebt heute, so sagte es mir Zoran S. am 24.02.05, in Russland.
Wichtigstes Lied war "Kosovska", das auf Albanisch gesungen wurde und wegen der Spannungen im Kosovo seinen Platz auf dem Album fand. Als Gast wirkte Vlatko Stefanovski mit.
Eigentlich wollte sich Goran Bregovic nach der nun folgenden Tour von der Band verabschieden und Bijelo Dugme auflösen, doch auf Grund des Erfolges der Tournee verwarf er den Gedanken wieder.
1984 Nach den Aufnahmen zu seinem zweiten Solo-Album "Meine tjera neki vrag" (Mich treibt irgendein Teufel) verläßt Zeljko Bebek, für mich immer noch der beste Sänger, am 23.04. offiziell die Band.
Neuer Sänger wird Mladen Vojicic, besser bekannt als Tifa (geb. am 17.10.1960 in Sarajevo), der zuvor bei den Gruppen Top (Kanone) und Teska Industrija (Schwerindustrie) war. Man dachte auch über Alen Islamovic nach, aber der entschied sich bei Divlje Jagode (Wilde Beeren) zu bleiben, weil er fürchtete, Bebek könnte zur Gruppe zurückkehren.
Das siebte Album erscheint im Dezember 1984 und nannte sich einfach "Bijelo Dugme". Auf dem Cover wurde das Bild "Kosovska Djevojka" (Kosovoer Mädchen) von Uros Predic verwendet. Die Bearbeitung der Nationalhymne "Hej Sloveni" (Hey Slawen) ist eine politische Provokation für die Oberen, geht aber durch. Die folgende Tour und die Verkaufszahlen des Albums übertreffen wieder alles Bisherige.
Tifa verlässt am 01.10.85 schon wieder Bijelo Dugme. Berufliche Verpflichtungen und die Last des plötzlichen Ruhmes
veranlassen ihn dazu. Neuer Sänger wird nun doch Alen Islamovic.
1986 erscheint das achte Album "Pljuni i zapjevaj moja Jugoslavio" (Spuck und sing' los, mein Jugoslawien). Es ist gefärbt vom Jugoslawismus, verkaufte sich aber hervorragend. Ihr könnt Euch auch sicherlich vorstellen, dass das Titellied einer DER Lieder während des Krieges war. (Das Album wurde bisher auch nur als Bootleg neu aufgelegt!)
Im Jahre 1987 kommt das dritte Live-Album, ein Doppel-Album namens "Mramor, kamen i zeljezo" (Marmor, Stein und Eisen) auf den Markt. Die 16 Songs spiegeln das Schaffen von Bijelo Dugme wieder. Während des Krieges gab es dann eine Musikkassetten-Ausgabe des Albums. Das Lied "Pljuni i zapjevaj" wurde darauf nur angespielt und dann ausgeblendet.
Ende 1988 erscheint das neunte und letzte Album von Bijelo Dugme, "Ciribiribela" (Ciribiribela *g*). Der größte Hit des Albums ist "Durdevdan" (Georgstag). Der Sankt Georgstag ist der höste Feiertag der Roma. Für die Musik verwendete Bregovic eine Melodie der Roma. Diese Melodie verwurschtelt Bregovic dann noch in diversen seiner Soundtracks.
Anfang 1989 startet Bijelo Dugme wieder zu einer Tournee, die auch nach China und in die Sowjetunion führen sollte, auf. Doch
nach einem Konzert am 15. März in Derventa fährt Alen Islamovic nach Bihac, um seine ständigen Nirenschmerzen behandeln zu lassen. Das ist das Ende von Bijelo Dugme bis 2005.
Im Jahre 2005 gibt es eine Reunion der Band mit allen 3 Sängern. Ipe Ivandic ist nicht mehr dabei, denn er verstarb 1994 auf tragische Weise.
So spielte die Band am 15.Juni in Sarajevo vor 65.000 Fans, am 22.Juni in Zagreb vor ca. 60.000 Fans und am 28.Juni vor über 200.000 Menschen.

Eigentlich wollte ich noch eine Diskographie schreiben, aber das steht nun alles in der Biographie.

Ja und?
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Klar. Eine Biographie hat jede Band. Das erklärt immer noch nicht, was ich an Bijelo Dugme so toll finde, zumal ich die Texte nicht verstehe.

Der Kopf
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Zuerst muss ich die Musik einordnen. Bijelo Dugme war ursprünglich eine Rock-Band im klassischen Stil. Ich Lüge wirklich nicht, wenn ich sage, dass sie das Niveau von Deep Purple oder Led Zep hatten. Es gab auch einige Stücke, die einen gehörigen Touch von Bombast-Rock a la "Musik is my first love" haben. Aber so ein Symphonieorchester hat doch auch was erfrischendes, oder?
Im Verlauf ihrer Karriere, die immerhin 15 Jahre dauerte, kamen in einigen Liedern Elemente der Volksmusik dazu und gegen Ende auch ein gehöriger Schlag seichte Popmusik. Es sei verziehen, denn gerade in den 80ern wandelte sich der Musikgeschmack doch recht stark.

Das Herz
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In meinem gestrigen Bericht schrieb ich:
'Wann ist Musik eigentlich gut? Muss man Texte überhaupt verstehen? Musik ist dann gut, wenn sie bei einem Zuhörer Gänsehaut verursacht. Wenn man spürt, dass da etwas mit Leidenschaft dargeboten wird. Dann ist Musik gut. Texte braucht man nicht zu verstehen. Ein/e wirklich gute/r Sänger/in legt seine/ihre Gefühle in den Klang seiner/ihre Stimme. Das rummst im Herzen! Besonders der erste Sänger von Bijelo Dugme, Zejlko Bebek hat diese Gabe.'
Hinzu kommt, dass Goran Bregovic ein wirklich sehr guter Komponist ist. Sicherlich wird ihm vorgeworfen, dass er viele seiner Melodien (Volksmusik) stibitzt hat, aber er hat auch etwas daraus gemacht. Nicht umsonst gehört er zu den bekanntesten Filmkomponisten!

Der Bauch
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Im Bauch sitzen die Emotionen. Zwar bricht das Herz, aber wenn es einem schlecht geht, fühlt man sich nicht umsonst zum "kotzen". Auch die Wut hat man sprichwörtlich im Bauch.
Musik hilft mir, Emotionen auszuleben. Und Bijelo Dugme hat da für fast jede Lebenslage ein Mittelchen/Lied für mich parat.

Und darum bin ich Fan von Bijelo Dugme.


Epilog
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Ich habe von 1993 bis heute sehr viele Lebenslagen mitgemacht und Bijelo Dugme hat mich stets dabei begleitet. Natürlich höre ich nicht nur BD! Dafür mag ich Mozart viel zu sehr oder Anne Clark. Aber die sind ja alle schon bekannt. Mir ist es ein kleines Anliegen, Bijelo Dugme auch in Deutschland bekannt zu machen, um zu zeigen, dass die Yugos mehr können, als sich gegenseitig die Köppe einschlagen.
Wer mehr über die Mentalität und das Schicksal des Balkans erfahren will, dem empfehle ich die folgende, wirklich nicht leichte Lektüre:
Ivo Andric "Die Brücke über die Drina" und
Aleksandar Tisma "Der Gebrauch des Menschen"

So. Das war mein nicht Korrektur gelesener Bericht zu Bijelo Dugme. Berichte über Technik etc. sind leichter. Da muss man nicht so viel Einblick in sein Privatleben geben. Jetzt reicht es aber auch! *g*

Zdravo
Andi
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